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Mikojan-Gurewitsch MiG-29
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Die Mikojan-Gurewitsch MiG-29 (russisch ĐикОŃĐ˝-ĐŃŃĐľĐ˛Đ¸Ń ĐиĐ-29, NATO-Codename: Fulcrum, deutsch Angelpunkt eines Hebels) ist ein zweistrahliges Kampfflugzeug, das in der Sowjetunion entwickelt wurde.
Contents
⢠Konstruktion
⢠Versionen
⢠Nutzer
⢠Aktuelle Nutzer
⢠Ehemalige Nutzer
⢠Technische Daten
⢠Bewaffnung
⢠Ab MiG-29A
⢠Ab MiG-29SM
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Historische Entwicklung
Zur Zeit des Kalten Krieges wurden 1972 in der sowjetischen MilitärfĂźhrung erste Ăberlegungen Ăźber eigene Flugzeugmodelle angestellt, die den US-amerikanischen Neuentwicklungen F-15 und F-16 ebenbĂźrtig sein sollten. Im Laufe dieses Prozesses wurden die EntwĂźrfe von Suchoi und MiG fĂźr die Prototypenphase ausgewählt. Die MiG-29 wurde dabei als Flugzeug fĂźr die Frontfliegerkräfte geplant, das unter Feldbedingungen auf unbefestigten Startplätzen einsatzfähig sein sollte. Es hatte die Aufgabe, die Streitkräfte direkt zu unterstĂźtzen. Das schloss auch die direkte Verteidigung von Flugplätzen oder Städten ein. Ferner wurde die Bekämpfung von MarschflugkĂśrpern zumindest vorgesehen.
Am 6. Oktober 1977 flog der erste Prototyp der MiG-29; am SteuerknĂźppel saĂ MiG-Cheftestpilot Alexander Fedotow. Bald folgten weitere Prototypen und erfolgreiche Tests. Dennoch traten einige Probleme auf, die Ănderungen notwendig machten. Zum einen musste das Bugfahrwerk etwas weiter nach hinten verlegt werden, da die Tests ergaben, dass bei Start oder Landung aufgewirbelte FremdkĂśrper die Schutzklappen der Lufteinläufe durchschlagen und die Triebwerke zerstĂśren konnten. Weiterhin wurden unterhalb der Seitenleitwerke kleine Stabilisierungsflossen installiert, um Richtungsstabilität und Trudelverhalten zu verbessern. Nach der Optimierung der Seitenruder konnte ab 1984 auf diese Flossen wieder verzichtet werden. Eine letzte Ănderung betraf die Bewaffnung. Die Doppelrohrkanone Grjasew-Schipunow GSch-30-2 wurde durch die einläufige GSch-301 ersetzt, was eine Masseeinsparung von 50 Prozent ergab. Insgesamt flogen alle 14 Prototypen Ăźber 2500 Stunden, wobei zwei Maschinen durch Triebwerksausfälle verloren gingen.
Ende 2019 befanden sich noch etwa 790 Exemplare im Einsatz.cite-ref-2[2]
Konstruktion
Von diesem wendigen Kampfflugzeug â so kann die MiG-29 kurzzeitig auf ihrem eigenen Schubstrahl stehen (so genanntes KobramanĂśver) â wurde eine groĂe Anzahl von Varianten gebaut und erprobt. Die Tragflächenkonstruktion mit breiter FlĂźgelwurzel bringt einen groĂen Teil des Auftriebs durch den Rumpfansatz, was die Langsamflugeigenschaften verbessert. Typisch fĂźr die MiG-29 sind die groĂen Klappen, die die Luftansaugschächte der Triebwerke am Boden abdecken, um ein Eindringen von FremdkĂśrpern zu vermeiden. Beim Start saugen die Triebwerke Luft Ăźber Lamellenschächte auf der Rumpfoberseite an. Am Heck befinden sich die Luftbremse sowie ein Bremsschirm.
Die Maschine besitzt einen 16-Bit-Bordcomputer, einen Frontscheibenprojektor (HUD) zuzßglich eines Monitors, eine bordeigene Fehlererkennung (Aekran) und zwei Sensorsysteme. Mit dem Radar kÜnnen entferntere Luftziele (Reichweite 70 km) erfasst werden und mit dem Infrarotzielsystem/Laserentfernungsmesser (Reichweite 7 km, Laserklasse 3 in Deutschland) wird die Aufklärung näherer Ziele verbessert. Bemerkenswert ist eine Helmvisieranlage, die es dem Piloten erlaubt, per Kopfbewegung ein Ziel anzuvisieren. Die ZielsuchkÜpfe der Raketen erhalten dann automatisch die Zielparameter.
Die bisher einzige Konfrontation zwischen MiG-29 und F-16 während des Kosovokrieges 1999 endete jedoch mit dem Abschuss der serbischen MiG durch eine niederländische F-16. MÜglicherweise gab es einen weiteren Abschuss durch eine US-amerikanische F-16.
Obwohl die MiG-29 bereits Ăźber 40 Jahre alt ist, wird das Modell nach wie vor gebaut. Die Serienfertigung wurde von Anfang an fĂźr hohe StĂźckzahlen ausgelegt. Das Flugzeug befindet sich in einem ständigen Modernisierungs- und Diversifizierungsprozess. Eine Vielzahl verbesserter Modelle wurde seit dem Ende der 1970er-Jahre gebaut. Bei der MiG-33 handelt es sich weniger um ein Nachfolgemodell als um eine kampfwertgesteigerte Version der MiG-29. Weitere bekannte Varianten sind die MiG-29 SMT (einsitziges Mehrzweckkampfflugzeug), MiG-29 UB (zweisitziger Trainer) und MiG-29 K (fĂźr den Einsatz auf Flugzeugträgern geeignet). Die MiG-29 K wird auf dem einzigen Flugzeugträger der russischen Seekriegsflotte, der Admiral Kusnezow, und auf dem indischen Träger Vikramaditya eingesetzt. Die neuesten Varianten sind die MiG-29 M und ihre zweisitzige Version, die MiG-29 M2, bei denen insbesondere die Feuerleit-, Ortungs- und Bedienungssysteme verbessert wurden. Die MiG-29M wird auch als Mehrzweckvariante bezeichnet. Neben den stärkeren RD-33K-Triebwerken verfĂźgt sie Ăźber eine vierfach redundante Fly-by-Wire-Flugsteuerung. AuĂerdem ist ein Doppler-Bordradar Fasotron N010 sowie ein Infrarot-/TV-/Laser-System OLS-M eingebaut.
Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2006 wurde erstmals auĂerhalb Russlands die neueste Version der MiG-29 gezeigt: Die MiG-29M OWT verfĂźgt mit ihrer dreidimensionalen Schubvektorsteuerung Ăźber eine erhĂśhte ManĂśvrierfähigkeit. Der Abgasstrahl der beiden Triebwerke vom Typ Klimow RD-33MKB kann dabei in einem Winkel von bis zu 15 Grad nach allen Richtungen abgelenkt werden. Diese Neuheit wurde nach dem Erstflug des Prototyps im August 2003 anlässlich des Moskauer Aerosalons MAKS 2005 der Ăffentlichkeit vorgefĂźhrt.
Die MiG-29 war bei ihrer Indienststellung in Bezug auf die Avionik gegenĂźber vergleichbaren Flugzeugen im Nachteil. Das macht sich vor allem bei Beyond-Visual-Range-Taktiken (BVR, engl. fĂźr auĂerhalb der Sichtweite) bemerkbar. Da die amerikanischen Jagdflugzeuge (F-15 usw.) zum Zeitpunkt der Indienststellung der MiG-29 bereits Ăźber ein automatisches Suchsystem fĂźr BVR verfĂźgten, war die MiG ihnen im Fernkampf unterlegen. Im Gegensatz dazu war und ist sie immer noch einigen Kampfflugzeugen im Kurvenkampf Ăźberlegen. MiG-29-Piloten, die gegen im Fernkampf Ăźberlegene Maschinen antreten, versuchen den Gegner in den Kurvenkampf zu locken, um die ManĂśvrierfähigkeit des eigenen Flugzeugs in Verbindung mit der Wympel R-73-Luft-Luft-Rakete, die mit dem Helmvisier ins Ziel geleitet werden kann, auszunutzen. Die Exportvarianten verwenden teilweise franzĂśsische oder japanische Avionik.
Versionen
MiG-29 (Erzeugnis 9-11 / NATO-Codename RAM-L)
Prototyp; Erstflug am 6. Oktober 1977.cite-ref-suchoj-3-0[3]
MiG-29 (Erzeugnis 9-12 / Fulcrum-A)
Erste Serienversion; Indienststellung im Jahr 1983.
MiG-29B-12 (Erzeugnis 9-12A bzw. 9-12B / Fulcrum-A)
Vereinfachte Exportversionen fĂźr Staaten des Warschauer Pakts (9-12A) oder andere Staaten (9-12B). Ohne System zum Abwerfen von Kernwaffen und mit vereinfachtem Radar, ECM und IFF.cite-ref-suchoj-3-1[3]
MiG-29UB-12 (Erzeugnis 9-51 / Fulcrum-B)
Zweisitziges Trainingsflugzeug. Nur mit Infrarot-Sensor und ohne Radar. Erstflug am 29. April 1981.cite-ref-suchoj-3-2[3]
MiG-29S (Erzeugnis 9-13 / Fulcrum-C)
Die MiG-29S ähnelt in ihrer äuĂeren Erscheinung der älteren MiG-29B, hat aber einen Buckel, eine markante Ausbeulung hinter der Pilotenkanzel. Dieser war der Grund fĂźr den Codenamen Fatback und wurde von westlichen Experten zunächst fĂźr einen zusätzlichen internen Tank gehalten; er nimmt tatsächlich aber das damals neue ECM-System L-203BE Gardenia-1 auf. Das Flugkontrollsystem wurde durch vier Computer verbessert, die die Flugstabilität verbesserten und den maximal mĂśglichen Anstellwinkel um 2° erhĂśhten.
Die MiG-29S kann insgesamt drei 1150-Liter-Abwurftanks â einen unter jeder Tragfläche, einen unter dem Rumpf â tragen. DafĂźr wurde die GSch-30-1-Kanone verändert. Die AuĂenlaststationen der inneren UnterflĂźgel wurden ebenfalls verbessert, um gleichzeitig zwei Nutzlasten von bis zu 4000 kg tragen zu kĂśnnen. Die Verbesserungen erlauben es auch, neue Luft-Luft-Raketen wie die R-27E (AA-10 Alamo) und R-77 (AA-12 Adder) einzusetzen. Die maximale Startmasse erhĂśhte sich so auf 20.000 kg.
Anfangs enthielt die Avionik der MiG-29S nur das neue IRST-Sichtsystem mit einem eingebauten Trainingssystem fßr IR- und Radarziel-Simulation. Die endgßltige MiG-29S enthielt auch das Fasotron-N019M-Radar und ein verbessertes integriertes Selbsttestsystem (besonders fßr das Radar) zur Verringerung der Abhängigkeit von Bodensystemen. Eine geänderte Software erlaubt es der MiG-29S, bis zu zehn Ziele gleichzeitig zu verfolgen und zwei mit R-77-Raketen zu bekämpfen. Die MiG-29S besitzt auch begrenzte Bodenangriffsfähigkeiten mit ungelenkter Munition, was einen Schritt in Richtung Mehrzweckkampfflugzeug MiG-29SM war. Durch das Gewicht der neuen Avionik und die erweiterte Kraftstoffkapazität verschlechterten sich die Flugleistungen der Maschine etwas. MiG MAPO nannte die endgßltige Version der MiG-29S auch MiG-29SD (Erzeugnis 9-13S).
48 MiG-29S wurden gebaut; dann wurde die Produktion zugunsten neuerer Versionen gestoppt. Der Erstflug fand am 4. Mai 1984 statt.cite-ref-suchoj-3-3[3]
MiG-29SM (Erzeugnis 9-13M / Fulcrum-C)
Erweiterte Variante der MiG-29S mit der Fähigkeit, gelenkte Luft-Boden-Raketen und TV- und lasergelenkte Bomben zu tragen.
fulcrum-dmig-29kmikojan-gurewitsch-mig-29k MiG-29K (Erzeugnis 9-31 / Fulcrum-D)
Marineversion der MiG-29. Der Buchstabe K stand fĂźr Korabelnowo basirowanija (trägerbasiert). Das Flugzeug war dafĂźr mit faltbaren Tragflächen, einem Fanghaken anstelle des Bremsschirms, vergrĂśĂerten Doppelspalt-Landeklappen und verstärktem Fahrwerk ausgerĂźstet. 1988 begann in Schukowski die Erprobung und im November 1989 fĂźhrte Toqtar Ăubäkirow auf der Admiral Kusnezow die erste Decklandung durch.cite-ref-4[4] UrsprĂźnglich fĂźr Flugzeugträger der Admiral-Kusnezow-Klasse vorgesehen, wurde die geplante Serienproduktion im Jahr 1992 nicht begonnen. Inzwischen hatte sich die Militärdoktrin geändert, der Eiserne Vorhang war gefallen, der Ostblock und der Warschauer Pakt waren zerfallen, die Sowjetunion war zerfallen und zahlungsunfähig.cite-ref-rac-5-0[5] Der Hersteller reaktivierte das Programm im Jahr 1999 und verbesserte die Version nochmals, die nun unter der Bezeichnung Erzeugnis 9-41 läuft. Am 20. Januar 2004 bestellte die indische Marine zwĂślf einsitzige MiG-29K und vier zweisitzige MiG-29KUB; sie wurden bis 2012 ausgeliefert.cite-ref-rac-5-1[5]cite-ref-6[6] Die notwendigen Modifikationen fĂźr die indische Marine (heute Standard fĂźr alle aktuellen Versionen) enthielten das Schuk-M1E-Radar von Fasotron, das vier Ziele gleichzeitig mit RWW-AE-Lenkwaffen bekämpfen kann, zwei RD-33MK-Triebwerke mit 88,3 kN Schub, eine auf bis zu 5500 kg erhĂśhte Waffenzuladung an 13 AuĂenlaststationen, zusätzliche Treibstofftanks (wodurch sich die Gesamttreibstoffkapazität um 50 % auf 5200 kg gegenĂźber der ersten Version erhĂśhte), Tragflächen mit LERX und das verbesserte digitale Vierkanal-fly-by-wire-Flugkontrollsystem KSU-9.41. Zur Vernetzung der Avionik wird ein Datenbus Mil-Std 1553B verwendet. Aktuelle Serienversionen der MiG-29K und MiG-29KUB erhalten auch die groĂe Cockpithaube der zweisitzigen Versionen. Bei der einsitzigen Variante wird anstelle des zweiten K-36D-3.5-Schleudersitzes ein zusätzlicher Treibstofftank eingebaut. Die verwendbaren Abwurftanks wurden auf zwei 1520-Liter-Tanks unter den Tragflächen und einen zentralen 2150-Liter-Tank vergrĂśĂert. Die Lebensdauer der Zelle wurde auf 4000 Stunden gesteigert.cite-ref-fr04-2010-7-0[7] Mit speziellen radarabsorbierenden Beschichtungen bietet die MiG-29K eine um das vier- bis fĂźnffache geringere RadarrĂźckstrahlfläche als eine frĂźhere MiG-29. Die Cockpit-Anzeigen enthalten ein Weitwinkel-Blickfelddarstellungsgerät und drei (sieben in der MiG-29KUB) 15 Ă 20-cm-Farbdisplays, israelische StĂśrsenderbehälter EL/M-8222 und franzĂśsische Sigma-95-GPS-Empfänger sowie ein helmgesteuertes Topsight-E-Zielsystem. Die einsetzbaren Waffen entsprechen (Stand 2005) der MiG-29M und MiG-29SMT.cite-ref-8[8] Der Erstflug der 9-31 fand am 23. Juni 1988 statt, der der 9-41 fĂźr Indien am 25. Juni 2007; die Serienfertigung begann 2008 und am 28. September 2009 landete eine MiG-29K erstmals auf einem Flugzeugträger. Die Auslieferung an Indien begann im Dezember 2009.cite-ref-fr04-2010-7-1[7]
MiG-29KU (Erzeugnis 9-62)
Mit dem Start der Erprobung der ersten MiG-29K wurde auch die Planung fßr eine Trainingsversion in Angriff genommen. Es zeigte sich im Projektstadium, dass eine navalisierte Ausfßhrung der MiG-29UB nicht fßr Flugzeugträger geeignet ist. Die Sicht im Landeanflug auf das Trägerdeck wäre fßr den Flugschßler und ganz besonders fßr den Fluglehrer ungenßgend gewesen. Daher wurde die von der MiG-29K abgeleitete MiG-29KU entworfen, die vor dem herkÜmmlichen Cockpit ein weiteres separates Cockpit ohne Radar und mit starrer Luftbetankungssonde haben sollte (analog zur MiG-25PU). Es wurde ein Mock-Up vom Vorderrumpf erstellt. Mit dem Ende der Sowjetunion endete das Programm, ohne dass ein Prototyp der MiG-29KU gebaut wurde.cite-ref-9[9]
mig-29kubmikojan-gurewitsch-mig-29kubMiG-29KUB (Erzeugnis 9-47 / Fulcrum-D)
Identisch zur MiG-29K, aber zweisitzig und voll kampftauglich. Die erste fĂźr die indische Marine entwickelte MiG-29KUB hatte am 22. Januar 2007 am russischen Schukowski-Flugzeugtestzentrum ihren Erstflug.cite-ref-10[10]
mig-29mmig-33 MiG-29M / MiG-33 (Erzeugnis 9-15 / Fulcrum-E)
Verbesserte Mehrzweckversion mit Ăźberarbeiteter Zelle. Die mechanischen Flugkontrollsysteme wurden durch ein Fly-by-Wire-System und die Triebwerke durch die verbesserten RD-33 Serie 3M ersetzt.
MiG-29M2 / MiG-29MRCA (Fulcrum-F)
MiG-29MU1/MU2
Modernisierte Version der Ukraine mit der Fähigkeit, den AS-14T-LenkflugkÜrper einzusetzen.
MiG-29UBM (Erzeugnis 9-61 / Fulcrum-E)
Entwurf einer zweisitzigen Trainingsversion der MiG-29M.
MiG-29SMT (Erzeugnis 9-17 / Fulcrum)
Im Jahr 1998 wurde durch das russische Verteidigungsministerium ein Modernisierungsprogramm fĂźr die MiG-29 beschlossen. Insgesamt 150 bis 180 MiG-29SMT und 120 MiG-29UBT sollen fĂźr die russische Luftwaffe umgerĂźstet werden. Das Modernisierungsprogramm begann im September 1998 und die ersten 10 bis 15 MiG-29SMTs wurden noch im selben Jahr ausgeliefert; im Jahr 1999 folgten 20 bis 30 weitere Maschinen. Ab 2000 wurden etwa 40 MiG-29SMTs pro Jahr ausgeliefert.
Das Modernisierungsprogramm fĂźr die erste Generation von MiG-29 (9-12 bis 9-13) enthält viele Verbesserungen, die bei der MiG-29M eingefĂźhrt wurden. Dazu gehĂśren zusätzliche Treibstofftanks im vergrĂśĂerten RumpfrĂźcken, die eine maximale Reichweite von 2100 km mit internem Treibstoff ermĂśglicht. Das Cockpit besitzt nun ein HOTAS-Design, zwei 152Ă203-mm-Farbbildschirme und zwei kleinere monochrome LCD. Das verbesserte Schuk-ME-Radar ähnelt bezĂźglich der Leistung dem der MiG-29M. Die verbesserten RD-33-Triebwerke liefern nun je 81,4 kN Nachbrennerschub. Die Waffenzuladung an den sechs UnterflĂźgel- und einer zentralen AuĂenlaststation wurde auf bis zu 4500 kg erhĂśht. Die einsetzbaren Waffen entsprechen denen der MiG-29M. Das verbesserte Flugzeug besitzt auch eine Vorbereitung fĂźr nichtrussische Avionik und Waffen.cite-ref-16[16] Der Erstflug des Prototyps fand am 29. November 1997 statt.cite-ref-suchoj-3-4[3]
MiG-29UBT (Erzeugnis 9-51T / 9-52 / Fulcrum)
MiG-29UPG (Fulcrum-A)
Modernisierte Version der MiG-29A fĂźr die indische Luftwaffe auf Basis der SMT-Version. Umfasst das PESA-Zhuk-ME-Radar, ein neues Waffenleitsystem und neue RD-33-Triebwerke der Serie 3. Die Lebensdauer der Flugzeugzelle wird dabei auf 3500 Stunden erhĂśht. Die erste Maschine absolvierte ihren Jungfernflug am 4. Februar 2011. Insgesamt sollen 63 Maschinen auf diesen Stand gebracht werden.
MiG-29OWT (Fulcrum-E)
Dieses Flugzeug ist eines von sechs Prototypen der MiG-29M von vor 1991. Die Version erhielt später Triebwerke mit Schubvektorsteuerung und ein Fly-by-wire-System. Sie diente als Testflugzeug fßr die mit Schubvektorsteuerung ausgestatteten Triebwerke und als Technologiedemonstrator bei verschiedenen Luftfahrtschauen fßr zukßnftige Versionen der MiG-29M. Die Avionik ist identisch mit der der MiG-29M, nur im Cockpit-Design gibt es zusätzliche Schalter fßr die Schubvektorsteuerung. Die zwei RD-133-Triebwerke verfßgen ßber schwenkbare Vektordßsen zur Schubvektorsteuerung.cite-ref-19[19] Der Erstflug fand im August 2003 statt.cite-ref-suchoj-3-5[3]
MiG-29G/MiG-29GT (Fulcrum-A/B)
Diese Version war eine fĂźr die deutsche Luftwaffe auf NATO-Standard umgerĂźstete MiG-29/29UB der ehemaligen DDR. Die Umbauarbeiten wurden durch die MiG Flugzeug Produkt Support GmbH (MAPS), ein Joint-Venture zwischen MiG und DaimlerChrysler Aerospace, im Jahr 1993 ausgefĂźhrt.cite-ref-20[20]
MiG-29AS/MiG-29UBS (MiG-29SD / Fulcrum-A/B)
Version der slowakischen Luftwaffe der MiG-29/-29UB mit NATO-Kompatibilität. Den Umbau fßhrten RAC MiG und westliche Firmen ab 2005 durch. Die Flugzeuge erhielten Navigations- und Kommunikationssysteme von Rockwell Collins, ein IFF-System von BAE Systems, ein neues Glascockpit mit Multifunktions-LCD-Anzeigen und Digitalrechnern. Die Bewaffnung des Flugzeugs blieb jedoch gleich. 12 der 21 vorhandenen MiG-29 wurden entsprechend umgerßstet und bis zum Februar 2008 ausgeliefert.cite-ref-21[21]
MiG-29 Sniper
Durch israelische Firmen verbesserte Version fĂźr die rumänische Luftwaffe. Der Erstflug fand am 5. Mai 2000 statt,cite-ref-suchoj-3-6[3] das Programm wurde aber mit der Ausmusterung der rumänischen MiG-29 infolge der hohen Unterhaltskosten im Jahr 2003 eingestellt. Rumänien konzentrierte sich daraufhin auf die MiG-21 âLancerâ.
MiG-35 (Erzeugnis 9-61 bzw. 9-67 als Zweisitzer / Fulcrum-F)
Eine verbesserte Version der MiG-29M/M2 und MiG-29K/KUB.
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⢠Algerien Algerien â Stand Januar 2018 befanden sich 23 MiG-29 in den Versionen C und UB im Dienst der Luftwaffe,cite-ref-23[22.1] nachdem es im Jahr 2006 zu einer vereinbarten Vertragslieferung von ursprĂźnglich 28 MiG-29SMT, im Wert von 1,3 Mrd. US-$, kommen sollte. Nach der Lieferung von 15 Flugzeugen kam es zu einer Reklamation, infolge von Qualitätsmängeln, bei der Russland die bereits gelieferten Flugzeuge im April 2008 zurĂźcknahm.cite-ref-24[23]
⢠Aserbaidschan Aserbaidschan â Stand Januar 2018 befanden sich 16 MiG-29 und 2 MiG-29UB im Dienst.cite-ref-25[22.2]
⢠Agypten Ăgypten â Stand Januar 2019 befanden sich 14 MiG-29M/M2 im Dienst der Ăgyptischen Luftstreitkräfte. Insgesamt sind 46 Flugzeuge bestellt.cite-ref-27[24.1]
⢠Bangladesch Bangladesch â Stand Januar 2018 befanden sich 6 MiG-29 und 2 MiG-29UB im Dienst.cite-ref-28[22.3]
⢠Bulgarien Bulgarien â Stand Januar 2018 befanden sich 12 MiG-29A und 4 MiG-29UB im Dienst der Luftstreitkräfte.cite-ref-31[22.5]
⢠Eritrea Eritrea â Stand Januar 2018 befanden sich 4 MiG-29, 2 MiG-29SE und 2 MiG-29UB im Dienst der Streitkräfte,cite-ref-32[22.6] nachdem im Eritrea-Ăthiopien-Krieg 4 MiG-29 aus Eritrea (geflogen von ukrainischen SĂśldnern) abgeschossen wurden, von Su-27 aus Ăthiopien (die wiederum von russischen SĂśldnern pilotiert wurden).cite-ref-33[26]
⢠Indien Indien Luftwaffe â Stand Januar 2018 befanden sich 43 MiG-29, 12 MiG-29UPG und 7 MiG-29UB im Dienst.cite-ref-34[22.7] Indien war der erste Abnehmer der MiG-29, mit Ăźber 50 Flugzeugen, als diese sich erst in der frĂźhen Entwicklungsphase 1980 befanden.cite-ref-35[27] Marine â Stand Januar 2018 befanden sich 45 MiG-29K/UB im Dienst,cite-ref-36[22.8] die in den Jahren 2004 bis 2010 im Wert von 2,2 Mrd. US-$ aus Russland geliefert wurden und auf dem Flugdeckkreuzer Vikramaditya eingesetzt werden.cite-ref-37[28]
⢠Iran Iran â Stand Januar 2018 befanden sich 36 MiG-29 in den Versionen A und UB im Dienst der Luftwaffe.cite-ref-38[22.9] Die ersten Verhandlungen mit der UdSSR zur Lieferung von ersten 20 MiG-29 begannen im Jahr 1989, was bis zum Jahr 1996 im Kauf von 40 MiG-29 und 20 MiG-29UB mĂźndete.cite-ref-39[29] Des Weiteren sind während des Golfkriegs im Jahr 1991 einige irakische Piloten mit ihren MiG-29 Ăźber die Grenze in den Iran geflogen. Die Flugzeuge wurden danach nicht mehr zurĂźckgegeben.cite-ref-40[30]
⢠Kasachstan Kasachstan â Stand Januar 2018 befanden sich 12 MiG-29 und 2 MiG-29UB im Dienst.cite-ref-41[22.10]
⢠Kuba Kuba â Stand Januar 2018 befanden sich 2 MiG-29A und 3 MiG-29UB im Dienst der Streitkräfte.cite-ref-42[22.11]
⢠Polen Polen â Stand Januar 2018 befanden sich 26 MiG-29A und 7 MiG-29UB im Dienst.cite-ref-47[22.15] Polen erhielt 12 Maschinen direkt vom Hersteller (9 MiG-29A und 3 MiG-29UB). Zehn weitere Maschinen (9 MiG-29A und 1 MiG-29UB) wurden 1995 von der tschechischen Luftwaffe Ăźbernommencite-ref-1-48-0[32]. 18 MiG-29G und 4 MiG-29GT aus deutschem Bestand, die noch in den Jahren 1988 und 1989 an die damalige DDR ausgeliefert wurden, wurden im Jahr 2003 fĂźr eine symbolische Summe von 1 ⏠pro Flugzeug an Polen Ăźbergeben.cite-ref-migflug-49-0[33] Von diesen wurden 14 Maschinen Ăźberholt und in den aktiven Dienst Ăźbernommen. Im März 2022 verfĂźgte Polen noch Ăźber 28 MiG-29.cite-ref-50[34]
Polen gab ab März 2023 zunächst acht MiGs an die Ukraine ab. Die Regierung Polens beantragte am 13. April 2023 bei der Regierung Deutschlands die Genehmigung, fßnf weitere, von der deutschen Luftwaffe ßbernommene MiG-29-Flugzeuge an die Ukraine weitergeben zu dßrfen. Die Genehmigung wurde am selben Tag ausgesprochen. Polen plant, auch alle seine restlichen MiG-29 der Ukraine zu ßberlassen.cite-ref-ntv-51-0[35]cite-ref-52[36]
⢠Turkmenistan Turkmenistan â Stand Januar 2018 befanden sich 12 MiG-29/UB im Dienst der Luftwaffe.cite-ref-60[22.21]
⢠Ukraine Ukraine â Die ukrainische Luftwaffe hatte 185 Maschinen im Dienst. Im Herbst 2018 waren zirka 21 StĂźck einsatzbereit. 2014 waren 45 Flugzeuge auf der von Russland annektierten Krim, eine Maschine wurde vermutlich am 7. August von einer Buk abgeschossen,cite-ref-61[39] bei einer weiteren Maschine bestand die Vermutung, dass sie von einer russischen MiG-29 abgeschossen worden war.cite-ref-62[40] Im März 2023 erhielt die Ukraine (zunächst) 4 MiG-29 von Polen.cite-ref-ntv-51-1[35] Weiterhin bekam sie ab dem 23. März 2023 13 ausgemusterte MiG-29 der slowakischen Streitkräfte geschenkt.cite-ref-2-63-0[41] Es handelt sich hierbei um 10 einsatzfähige Flugzeuge und drei weitere ohne Triebwerke als Ersatzteilspender.cite-ref-3-64-0[42]
⢠Eine flugfähige MiG-29UB (US-Registrierung N29UB) befindet sich im Privatbesitz des US-amerikanischen Unternehmers und Milliardärs Jared Isaacman. Dieser erwarb sie vom Flying Heritage & Combat Armor Museum, welches wiederum auf den verstorbenen Microsoft-Mitgrßnder Paul Allen zurßckgeht.cite-ref-65[43]
Ehemalige Nutzer
⢠Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik â Innerhalb der Luftstreitkräfte der NVA befanden sich ab 1988 20 MiG-29A und 4 MiG-29UB im Einsatz als DHS beim JG-3 in Preschen. Die MiG-29 der NVA stammten aus den Werken Nr. 84 in Chodynka (MiG-29A) und Nr. 21 in Gorki (MiG-29UB). Die Umschulung der Piloten und Techniker begann 1987, zunächst mit einem Vorbereitungslehrgang an der Offiziershochschule Kamenz. Sie wurde in der Sowjetunion in Frunse/Kirgisistan und Lugowaja/Kasachstan fortgesetzt. Da in den insgesamt 24 Maschinen auch das neuentwickelte Freund-Feind-System âParolâ zum Einsatz kommen sollte, wurden sie erst ab März 1988 geliefert. Die ersten beiden MiG-29A wurden am 31. März in Dienst gestellt. Im Januar des folgenden Jahres war die UmrĂźstung der 1. und 2. Staffel des JG-3 âWladimir Komarowâ von der MiG-21MF auf die MiG-29 abgeschlossen. Der Flugdienst begann am 3. Mai 1988. Probleme bereitete die Unterbringung in den geschlossenen Deckungen GDF-12. In den zwĂślf Meter breiten Unterständen wurden FĂźhrungsschienen in den Boden eingelassen, um die MiG-29 (Spannweite 11,36 m) unbeschädigt heraus- und hineinbugsieren zu kĂśnnen. Bis zur AuflĂśsung des JG-3 absolvierten die MiG-29 noch etwa 4000 Flugstunden. Der letzte Flugdienst wurde am 27. September 1990 absolviert. Vor der Ăbergabe der Maschinen an die Bundeswehr entfernten sowjetische Techniker das âParolâ-Gerät.cite-ref-66[44] Die Lieferung von 145 bereits fest bestellten weiteren MiG-29 wurde 1990 von Rainer Eppelmann, dem Minister fĂźr AbrĂźstung und Verteidigung in der letzten DDR-Regierung, storniert. Dies wurde von leitenden Mitarbeitern des Bundesverteidigungsministeriums als Fehler betrachtet.cite-ref-67[45]
⢠Deutschland Deutschland â Nach der AuflĂśsung der Nationalen Volksarmee und nach der Wiedervereinigung mit der Deutschen Demokratischen Republik 1990 wurden die 20 MiG-29A und 4 MiG-29UB von der DDR Ăźbernommen. Damit war Deutschland das erste und einzige NATO-Mitglied vor der Osterweiterung, das dieses Flugzeugmodell besaĂ. Die Flugzeuge wurden nach einer Erprobungsphase und der UmrĂźstung aller Maschinen auf NATO-Standards unter der neuen Bezeichnung MiG-29G bzw. GT (G fĂźr German, GT German Trainer) der deutschen Luftwaffe unterstellt. Diese UmrĂźstung wurde 1990/91 durch AngehĂśrige der Ăberleitungsstelle Materialwirtschaft konzipiert und das erste Flugzeug MiG-29 (29+07) durch den IngenieurunterstĂźtzungsbereich Cottbus, den Instandsetzungsbereich Cottbus und die Wehrtechnische Dienststelle Manching (WTD-61) in Zusammenarbeit mit dem Chefkonstrukteur Waldenberg (IKB Mikojan Moskau) 1992 umgerĂźstet und der Flugerprobung bei der WTD-61 unterzogen. Die nächsten Flugzeuge wurden in Cottbus umgerĂźstet und durch das Dezernat MiG-29 der Ăberleitungsstelle Strausberg zum Fluge zugelassen. Die Erweiterung der Navigationsanlage mit einem GPS-System fĂźr sieben Luftfahrzeuge wurde in Zusammenarbeit von der IngenieurunterstĂźtzungsgruppe Cottbus und der WTD-61 durchgefĂźhrt. Später wurde die DASA (zwischenzeitlich EADS, heute Airbus Group) in die UmrĂźstung einbezogen, um alle Luftfahrzeuge MiG-29 so schnell wie mĂśglich auf den NATO-Standard umzurĂźsten. Später erhielten sieben dieser Flugzeuge (nur G) zur ReichweitenerhĂśhung zusätzliche UnterflĂźgelkraftstofftanks und eine verbesserte Navigationsanlage. Die zum Teil von den USA finanzierte UmrĂźstung Ăźbernahm das Unternehmen DASA; sie umfasste kompatible Kommunikationssysteme, GPS-Navigationssystem, Zusatztanks sowie ein geändertes Waffensystem. Hintergrund war die von den USA gewĂźnschte Verlegung einiger Maschinen zu ManĂśverzwecken in die USA, wo die MiGs fortan regelmäĂig fĂźr US-Luftwaffe, Marine-Corps-Flieger und Navy als Ăbungsgegner dienten. Die Maschinen wurden beim Jagdgeschwader 73 âSteinhoffâ am 1. Juni 1993 zunächst auf dem Flugplatz Preschen in Dienst gestellt und 1994 in Laage bei Rostock stationiert. Das Jagdgeschwader 73 âSâ war der 3. Luftwaffendivision in Berlin-Gatow unterstellt (heute: 2. Luftwaffendivision Birkenfeld). Die Maschinen dienten unter anderem als Alarmrotte der Ăberwachung des deutschen Luftraums und waren der NATO zugeteilt.cite-ref-gdl-68-0[46] Bis 2003 absolvierten Luftwaffenpiloten Ăźber 30.000 Flugstunden auf der MiG-29. Eine Maschine stĂźrzte am 25. Juni 1996 ab.cite-ref-0-69-0[47] Im Zuge der EinfĂźhrung des Eurofighters unterschrieben am 24. Juni 2003 die Bundesrepublik Deutschland und Polen â das 1999 der NATO beigetreten war â einen Ăberlassungsvertrag, der den Verkauf der 22 MiGs fĂźr den symbolischen Preis von 1 Euro pro StĂźck an die Luftstreitkräfte Polens regelte.cite-ref-migflug-49-1[33] Die letzten dieser Maschinen wurden am 4. August 2004 nach Polen ĂźberfĂźhrt.cite-ref-0-69-1[47] Das einzige nicht verkaufte Flugzeug mit der Bezeichnung 29+03 ging als Ausstellungsobjekt in den Bestand des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr auf dem Flugplatz Berlin-Gatow Ăźber und ist dort im Rahmen der Ausstellung Zwischenlandung â Militärische Luftfahrt in Deutschland im Hangar 3 zu besichtigen.
⢠Slowakei Slowakei â Stand Januar 2018 befanden sich 10 MiG-29AS und 2 MiG-29UBS im Dienst, die ICAO- und NATO-Standards entsprachen.cite-ref-75[22.25] Am 18. August 2022 wurden die slowakischen MiG-29 auf dem Slovak International Air Fest offiziell auĂer Dienst gestellt.cite-ref-76[50] Am 23. März 2023 begann die Ăbergabe aller 13 MiG-29 (zehn einsatzfähige und drei ohne Triebwerke als Ersatzteilspendercite-ref-3-64-1[42]) an die Ukraine.cite-ref-2-63-1[41] Russischen Angaben zufolge verstĂśĂt die Slowakei damit gegen eine 1997 mit Russland abgeschlossene Endverbleibserklärung. Russland verĂśffentlichte das Vertragsdokument.cite-ref-77[51]
⢠Sowjetunion Sowjetunion â Etwa 800 MiG-29 aller Versionen wurden an die Luftstreitkräfte der Sowjetunion ausgeliefert, davon waren rund 500 im Mutterland stationiert, der GroĂteil davon (350 StĂźck) im europäischen Teil der Sowjetunion. Die restlichen 300 MiG-29 waren auf LuftstĂźtzpunkte in der DDR, der ÄSSR und Ungarn verteilt. Der mit 250 Exemplaren erheblich grĂśĂte Anteil davon war der 16. Luftarmee in der DDR zugeordnet.cite-ref-78[52]
⢠Tschechien Tschechien â Im Jahr 1995 fand ein Bartergeschäft zwischen Tschechien und Polen statt, bei dem Tschechien seine MiG-29, die davor zwei Jahre eingelagert waren, gegen 11 PZL-W-3-SokĂłĹ-Hubschrauber tauschte.cite-ref-1-48-1[32]
⢠Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten â Im Rahmen des Nunn-Lugar Cooperative Threat Reduction Program wurden im Jahr 1997 21 Flugzeuge von Moldawien erworben, darunter 14 MiG-29S mit speziellen Radarsystemen und der Fähigkeit, Kernwaffen zu tragen. Damit sollte einerseits ein weiterer Verkauf der Flugzeuge an Schurkenstaaten, insbesondere den Iran, verhindert werden und andererseits sollten diese zum Ausforschen der russischen Technik sowie als Gegner bei LuftkampfĂźbungen dienen, um Kampfsituationen besser simulieren zu kĂśnnen.cite-ref-80[53]
Ehemalige Interessenten
Technische Daten
| KenngrĂśĂe | MiG-29 ( Fulcrum-A ) | MiG-29K ( Fulcrum-D ) | MiG-29M ( Fulcrum-E ) |
|---|---|---|---|
| Besatzung | 1 | 1 | 1 |
| Länge | 17,32 m | 17,36 m | |
| Spannweite | 11,36 m | 11,99 m | 11,36 m |
| HĂśhe | 4,73 m | 5,18 m | 4,73 m |
| Flßgelfläche | 38,06 m² | ca. 43 m² | 38,06 m² |
| FlĂźgelstreckung | 3,40 | 3,34 | 3,40 |
| Tragflächenbelastung | minimal (Leermasse): 288 kg/m² nominal (normale Startmasse): 441 kg/m² maximal (max. Startmasse): 539 kg/m² | minimal (Leermasse): 255 kg/m² nominal (normale Startmasse): 430 kg/m² maximal (max. Startmasse): 520 kg/m² | minimal (Leermasse): 305 kg/m² nominal (normale Startmasse): 460 kg/m² maximal (max. Startmasse): 552 kg/m² |
| Leermasse | 10.980 kg | ca. 11.000 kg | 11.600 kg |
| normale Startmasse | 16.800 kg | 18.500 kg | 17.500 kg |
| max. Startmasse | 20.500 kg | 22.400 kg | 21.000 kg |
| Kraftstoffkapazität | 3.190 kg (intern) 3.820 kg (extern) | k. A. | 4.526 kg (intern) 3.820 kg (extern) |
| HĂśchstgeschwindigkeit | Mach 2,25 bzw. 2.390 km/h (auf optimaler HĂśhe) | Mach 2,1 bzw. 2.230 km/h (auf optimaler HĂśhe) | auf optimaler HĂśhe: Mach 2,3 bzw. 2.445 km/h auf MeereshĂśhe: Mach 1,23 bzw. 1.511 km/h |
| DienstgipfelhĂśhe | 18.013 m | 17.400 m | ca. 18.000 m |
| max. Steigrate | 330 m/s | 260 m/s | 330 m/s |
| Einsatzradius | k. A. | k. A. | 1.015 km |
| max. Reichweite | ohne Zusatztanks: 1.200 km mit Zusatztanks: 2.900 km | k. A. | ohne Zusatztanks: 2.200 km mit Zusatztanks: 3.500 km |
| Triebwerke | 2Ă Klimow RD-33 - Mantelstromtriebwerke | 2Ă Klimow-RD-33K-Mantelstromtriebwerke | 2Ă Klimow-RD-33MK-Mantelstromtriebwerke |
| Schubkraft | mit Nachbrenner: 2 Ă 81,40 kN ohne Nachbrenner: k. A. | mit Nachbrenner: 2 Ă 86,30 kN ohne Nachbrenner: 2 Ă 49,39 kN | mit Nachbrenner: 2 Ă 88,29 kN ohne Nachbrenner: 2 Ă 52,97 kN |
| Schub-Gewicht-Verhältnis | maximal (Leermasse): 1,51 nominal (normale Startmasse): 0,99 minimal (max. Startmasse): 0,81 | maximal (Leermasse): 1,60 nominal (normale Startmasse): 0,95 minimal (max. Startmasse): 0,78 | maximal (Leermasse): 1,55 nominal (normale Startmasse): 1,03 minimal (max. Startmasse): 0,86 |
| Bewaffnung | 4.500 kg Waffenlast | 5.500 kg Waffenlast | 5.000 kg Waffenlast |
Bewaffnung
Festinstallierte Bewaffnung im Bug
⢠1 à 30-mm-Maschinenkanone Grjasew-Schipunow GSch-301 (9A-4071K) mit 150 Schuss Munition
Waffenzuladung von 3500 kg an sieben AuĂenlaststationen
Ab MiG-29A
Luft-Luft-LenkflugkĂśrper
⢠2 Ă AKU/APU-470-Startschienen fĂźr je eine GosMKB Wympel JSC R-27R (AA-10 Alamo-A) â halbaktiv radargelenkt fĂźr Mittelstreckencite-ref-yefim-gordon-2004-84-0[57]
⢠2 Ă AKU/APU-470-Startschienen fĂźr je eine GosMKB Wympel JSC R-27T (AA-10 Alamo-B) â infrarotgesteuert fĂźr Mittelstrecken
⢠4 Ă APU-60-1-Startschienen fĂźr je eine MKB Wympel R-60M (AA-8 Aphid) â infrarotgesteuert fĂźr Kurzstrecken
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
⢠4 à GosMKB Wympel B-8M1-Raketen-Rohrstartbehälter fßr je 20 à ungelenkte S-8-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 80 mm
Ungelenkte Bomben
⢠2 à MBD3-U6-68-Bombenrack mit je 6 à FAB-100 (100-kg-Freifallbombe)
⢠2 à Basalt FAB-250M-62 (250-kg-Freifallbombe)
⢠2 à RBK-250-275 (275-kg-Streubombe)
Freifallende Kernwaffen
⢠2 à RN-24 (taktische 30-kT-Freifall-Nuklearbombe)cite-ref-85[58]
Externe Behälter
⢠2 à abwerfbarer Zusatztank PTB-1150 fßr je 1150 Liter Kerosin
⢠1 à abwerfbarer Zusatztank PTB-1500 fßr 1500 Liter Kerosin
Ab MiG-29SM
Luft-Luft-LenkflugkĂśrper
⢠2 Ă AKU/APU-470-Startschienen fĂźr je eine GosMKB Wympel JSC R-27ER1 (AA-10 Alamo-A) â halbaktiv radargelenkt fĂźr Mittelstreckencite-ref-yefim-gordon-2004-84-1[57]
⢠2 Ă AKU/APU-470-Startschienen fĂźr je eine GosMKB Wympel JSC R-27ET1 (AA-10 Alamo-B) â infrarotgesteuert fĂźr Mittelstrecken
⢠6 Ă AKU-170E-Startschienen fĂźr je eine GosMKB Wympel JSC R-77 / RWW-AE (AA-12 Adder) â radargelenkt fĂźr Langstrecken
⢠4 Ă P-12-1-D-Startschienen fĂźr je eine GosMKB Wympel JSC R-73E/EL (AA-11 Archer) â infrarotgesteuert fĂźr Kurzstrecken
Luft-Boden-LenkflugkĂśrper
⢠2 Ă AKU-58M-Startschiene fĂźr je eine GosMKB Wympel Ch-29TE (9M721 / AS-14 Kedge-B) â fernsehgelenkt
⢠4 Ă APU-68UM3-Startschiene fĂźr je eine Tactical Missiles Corporation JSC Ch-25ML (AS-10 Karen) â lasergelenkt
⢠4 Ă AKU-58M-Startschiene fĂźr je eine GosMKB Wympel Ch-29L (9M721 / AS-14 Kedge-B) â lasergelenkt
⢠2 Ă AKU-58M-Startschiene fĂźr je eine Tactical Missiles Corporation JSC Ch-31P (AS-17 Krypton) â passiver Antiradar-LenkflugkĂśrper
⢠2 Ă AKU-58M-Startschiene fĂźr je eine Tactical Missiles Corporation JSC Ch-31A (AS-17 Krypton) â radargelenkter SchiffszielkĂśrper
⢠2 Ă APU-68UM3-Startschiene fĂźr je eine Tactical Missiles Corporation JSC Ch-25MP (AS-12 Kegler) â passiver Antiradar-LenkflugkĂśrper
⢠4 Ă AKU-58M-Startschiene fĂźr je eine GosMKB Wympel Ch-29T (9M721 / AS-14 Kedge-B) â fernsehgelenkt
Gelenkte Bomben
⢠4 à Region JSC KAB-500L (lasergelenkte 500-kg-Bombe)
⢠4 à Region JSC KAB-500Kr / KAB-500-OD (fernsehgelenkte 500-kg-Bombe / mit thermobarischem Sprengkopf)
Selbstverteidigungssysteme
Aktive MaĂnahmen
In einem rechteckigen Behälter am FuĂe des Seitenleitwerkes befindet sich je ein BWP-30-26M-TäuschkĂśrperwerfer fĂźr je 30 Ă PPI-26-IR-TäuschkĂśrpern oder PPR-26-Aluminiumstreifen (26-mm-TäuschkĂśrper). Insgesamt sind 60 TäuschkĂśrperpatronen vorhanden.
Passive MaĂnahmen
Siehe auch
Literatur
⢠Andy GrÜning: MiG-29. Motorbuch, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-613-03816-5.
⢠Jßrgen Vogt, Siegfried Wache: Mikojan-Gurewitsch MiG-29. In: DHS. Die Flugzeuge der Nationalen Volksarmee. Bmvd, Rinteln 2001, ISBN 3-935761-85-6.
⢠Michael Normann: Die MiG-29-Story. Teil 1. In: Fliegerrevue. Nr. 10, 2000, S. 26â30.
⢠Michael Normann: Die modernen MiG-29-Versionen. Teil 2. In: Fliegerrevue. Nr. 11, 2000, S. 22â25.
⢠Andreas Klein: Luftwaffe Fulcrums. The MiG 29 â From the East German Peopleâs Army to the Luftwaffe. In: AirDOC â Aircraft Documentations. Nr. 2. AirDOC, Erlangen 2002, ISBN 3-935687-01-X.
⢠Claudio MĂźller: Flugzeuge der Welt 1997. Beschreibung der neuesten Flugzeugtypen heuteâmorgen. Neue ZĂźrcher Zeitung, ZĂźrich 1997.
Weblinks
Commons
: Mikojan-Gurewitsch MiG-29
â Sammlung von Bildern und Videos
⢠Verbleib der deutschen MiG-29. (Memento vom 15. Februar 2009 im Internet Archive)
⢠Mikoyan Gurevich MiG-29 ASCC codename: Fulcrum. In: Aerospaceweb.org. Abgerufen am 9. März 2023 (englisch).
⢠Jagdflugzeug MiG-29 G (Flugzeugkennzeichen der Bundeswehr: 29+03) im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr â Flugplatz Berlin-Gatow. In: museum-digital.de. Abgerufen am 9. März 2023
⢠MiG 29 G Fulcrum, Mikojan Gurewitsch. In: flugzeug-lexikon.de. Abgerufen am 9. März 2023 (private Website mit umfangreichen Informationen und Abbildungen).
⢠Website mit Tarnschemen, Abzeichen und Nummern der MiG-29 auf der ganzen Welt. (Memento vom 30. März 2015 im Internet Archive)
⢠One Last Fight. In: vintagewings.ca. Vintage Wings of Canada â Les Ailes dâĂŠpoque du Canada; abgerufen am 9. März 2023 (englisch, franzĂśsisch).
⢠MiGFlug: Pauline Nordin Stratosphere flight in the MiG-29 auf YouTube, 14. Januar 2016 (englisch; Flug mit Kunstflugelementen, Passagierflug mit Pauline Nordin (* 1982, Schweden; Los Angeles), Flugplatz Sormowo, Russland. Onboard-Cams, samt Einkleidung, Museumsbesuch. Doku mit Werbung fßr den Anbieter MIGFlug, Zßrich; Laufzeit: 1:15 h).
Einzelnachweise
cite-note-11. Andy GrĂśning: MiG-29. Motorbuch, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-613-03816-5, S. 21.
cite-note-22. â Flight International: World Air Forces, 10. Dezember 2019, S. 26â54, (englisch).
cite-note-suchoj-33. â Werner Budack: Mikojan-Gurewitsch MiG-29. In: suchoj.com. Deutsche Suchoj Homepage, 9. September 2016, abgerufen am 9. März 2023 (private Website).
cite-note-44. â Ingo Rehwald: MiG-29K â Der Jäger mit dem Haken. In: Fliegerrevue. Nr. 2/1993, Februar 1993, ISSN 0941-889X, S. 18 (buchfreund.de [abgerufen am 9. März 2023]).
cite-note-rac-55. â Pressemeldung zur Serienproduktion. In: migavia.ru. RAC MiG, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 18. Januar 2012; abgerufen am 9. März 2023 (englisch, Ursprungsquelle unauffindbar im Internet Archive).
cite-note-66. â India moves ahead with MiG-29KUB for the Navy. In: indiadaily.com. India Daily, 28. März 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 6. April 2005; abgerufen am 9. März 2023 (englisch).
cite-note-fr04-2010-77. â Indiens Marine stellt MiG-29K in Dienst. In: Flug Revue. Nr. 4/2010, April 2010, ISSN 0015-4547, S. 42â47 (booklooker.de [abgerufen am 9. März 2023]).
cite-note-88. â MiG Corp. started series production of MiG-29K/KUB for Indian Navy. Press Releases. In: migavia.ru. RAC MIG, 2002, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 14. April 2005; abgerufen am 9. März 2023 (englisch).
cite-note-99. â Jefim Gordon, Dimitri Kommissarjow: Mikoyan MiG-29 & MiG-35, Famous Russian Aircraft, Seite 253â256, ISBN 978-1-910809-22-8. (englisch)
cite-note-1010. â Sergey Pyatakov: MiG-29 K/KUB fighters for India. Image Gallery. In: en.rian.ru. RIA Novosti, 23. Januar 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 28. Januar 2007; abgerufen am 9. März 2023 (englisch, Fulcrum): âThe first MiG-29KUB carrier-based fighter developed for the Indian Navy took off at the Russian Zhukovsky aircraft test centre on January 22.â
cite-note-mig-29m-m2-page-1111. â MiG-29M / MiG-29M2. Products â Military Programs. In: migavia.ru. RAC MiG, 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 31. Juli 2010; abgerufen am 9. März 2023 (englisch).
cite-note-1212. â Latest MiG-29 planes to be flown. In: people.com.cn. Peopleâs Daily Online, 27. Oktober 2004, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 15. Dezember 2004; abgerufen am 9. März 2023 (englisch).
cite-note-1313. â Russian Aircraft Corporation âMIGâ At Aero India 2005. Press release. In: migavia.ru. RAC MiG, 2002, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 8. Januar 2014; abgerufen am 8. März 2023 (englisch).
cite-note-1414. â ACIG Exclusives: Chapter 15: Fulcrum shift. Aero India 2005. In: acig.org. 9. Februar 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 24. April 2010; abgerufen am 9. März 2023 (englisch).
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